Deichbrand Festival

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    • Deichbrand Festival

      Mein Bericht zum Deichbrand Festival!
      Von hinter den Kulissen, persönliche Eindrücke der Crew und Erlebnisse mit den Bands...


      Mein deichbrand

      Es gibt nur ein wort:
      GEIL !
      Alles andere dauert zu lang, um es zu beschreiben.
      So langsam komme ich in die wirklichkeit zurück, was leider auch etwas weh tut. Die leute, mit denen ich gearbeitet habe, waren supernett, einfach nur gut drauf, motiviert dass es übersprang und wir hatten einfach nur spaß, nebenbei wurde gearbeitet. Auch wenn wir uns nicht kannten wurden wir innerhalb kurzer zeit ein team.
      Donnerstag abend betrat ich mit der organisationsleiterin das cateringzelt und es scholl ein hilferuf aus der anderen ecke. Alleingelassen stand die junge frau am backofen und draussen warteten hungrige handwerker und helfer – ich also jacke in die ecke geworfen und gleich mit angefasst. Zu zweit haben wir dann schnell eine stunde oder so, gefühlt jedenfalls, die versorgung übernommen, bis langsam ein paar andere helfer eintrudelten. Die orga-leiterin sah ich dann noch öfters vorbeiflitzen und sie grinste mich nur an, ich zuckte mit den schultern, sie hob beide daumen …ich kann ja nich einfach weitergehen, wenn da jemand hilfe braucht! Nur wurde es für mich langsam zeit ein zelt zu besorgen, den campingplatz zu suchen und aufzubauen.
      Gegen 23uhr kam es dann auch endlich dazu. Uns begleitete dröhnende musik die ganze zeit, denn die erste bühne ist nur 25meter entfernt. Unser zelt hatte leichte schlagseite, deswegen sitze ich wahrscheinlich auch immer noch schief. Das bandzelt ist in 1meter entfernung und dort sind 3 mädels am servieren vom tresen aus, der koch steht am grill. Als kühlung wurde ein lkw angemietet, der neben unserem zelt stand, die treppe bestand aus gestapelten europaletten, die extrem rutschig wurden wenn es regnete. Ausserdem war dieser lkw abgeschlossen, was die ständige suche nach jemandem mit dem schlüssel mit sich brachte…
      Mir wurde schnell klar und darauf bin ich am meisten stolz, dass meine arbeit voll angenommen wurde, ich mich dabei wohl fühlte, dass ich menschen motivieren und anleiten konnte, trotz stress freundlich blieb, mit allen verfügbaren mitteln und das waren nicht viele, mein möglichstes tat um 2000 essen rauszubringen und das dreimal täglich. Ich war in meinem element, der ton war rau, was ganz normal ist und es wurde sofort verziehen, denn es geht ja um tempo.
      Die zeit verflog förmlich. Das essen war alles in allem gut, die vorbereitung war gut durchdacht und wir hatten immer frische lebensmittel da. Täglich musste neu eingekauft werden und doch sind einige sachen übrig geblieben. Das ist normal.

      Ich blieb nicht bis zum letzten aufräumen, aber an schlaf war nicht zu denken. Der ganze platz bebte vom bass, aus allen richtungen kam licht. Wenigstens war es trocken.
      Zusammengerechnet habe ich ca 1std geschlafen, bevor ich am Freitag in den frühstücksdienst aufbrach. Und bis abends dort nicht mehr weg kam.
      Ich sah nichts von den bands, habe sie aber alle gehört.
      Ausser mein eigentlicher grund, auf dieses festival zu gehen.
      TheBossHoss.
      Ich entzog mich langsam dem werkeln in der küche, dann zog ich mich um und suchte mir einen platz an der bühne. Als helfer haben wir das privileg, im bühnengraben stehen zu dürfen, aber von dort aus sah ich irgendwie nur den kameramann und nicht die ganze band.
      Oh wir alle hatten eine menge spaß! Vor allem die jungs auf der bühne, sie sprühten nur so und steckten alle an! Bald hatte ich alles vergessen, nichts tat mehr weh, wetter war egal, wie im rausch sang und hüpfte ich, liess alles einfach nur raus und erntete dafür das allerwichtigste:
      ENERGIE.
      Wahnsinn, was die jungs damit auslösen. Seitdem fühl ich mich wie in die steckdose gefasst, so aufgeladen! Die songs waren gut abgemischt aus low voltage und ein paar coversongs waren dabei, auch gaben sie ihr bestes in der performance zu den titeln…ich bin so dankbar!
      Die nacht mag kurz gewesen sein, hell wegen der scheinwerfer und laut von den bühnen, aber ich bemerkte davon nichts. Todmüde, zufrieden und total platt schlief ich ein paar stunden. Was schwierig war, sich darauf zu konzentrieren, auf einer seite liegenzubleiben, da die isomatte nur 90cm aufwies, der reissverschluss am schlafsack kaputt ist und dann bis übern kopf reichen musste…bloss nicht an die zeltwand kommen, dann tropft es. Kein licht, meine lampe hatte nach 20min den geist aufgegeben.
      Keine aftershowparty und keine einladung ins vip-zelt konnten meine erinnerungen noch aufwerten. Ich weiss auch nicht, wann die jungs abgereist sind, denn ich hatte schon mehr bekommen, als ich mir erträumt hatte!
      Duschen. Warmes wasser. Was für eine erfindung. Selbst unter diesen umständen(gemeinschaftraum, keine kabinen, null ablagemöglichkeit) eine wohltat. Nur reicht das nicht lang, wenn es draussen regnet, kalter wind pfeift und man im zelt beim frühstück sitzt. Ein glück bekamen wir pullis mit kaputze und meine sachen waren trocken. Der tag begann also ganz gut, musik setzte vorm Mittagessen ein und der trott begann. Aber mit trott hat das nicht viel zutun, alle sind gut drauf, woher auch immer diese energie auch kommt…es kommen und gehen die helfer, je nach schichten, meine hatte ich längst vergessen, da immer noch einige einfach nicht auftauchten blieb ich einfach und versuchte auch gar nicht mehr, mich an die namen zu erinnern. Der regen setze uns auch zu, es wurde immer rutschiger auf dem holzboden und mit unseren gummisohlen. Die stimmung litt nicht, aber die stimmen sichtlich, aus einer normalen unterhaltung wurde geschrei und ein rufen zum brüllen, der bass ging in den herzschlag über. Der sich immer noch, wenn es ganz ruhig ist, in meinen ohren bemerkbar macht. Das surren geht nur langsam weg.
      Hinzu kam noch, dass wir uns nicht scheuten, mal in den arm zu nehmen und uns schauspielerisch auszuheulen an des anderen schulter. Gelacht wurde über dusselige witze, selten ging ein gespräch länger wie zwei sätze. Professionell, schnell und gewandt gingen wir miteinander um, spitznamen wurden vergeben, ich nannte alle einfach schatzi, der koch alle mausilein.
      Und der kann kochen. Ich weiss nicht wie, aber so eine zartes huhn habe ich noch nie, nie, nie gegessen! Auf dem grill angebraten und zum teufel irgendwie gegart war das ding undefinierbar zart und lecker. Einmal stapfte er auf mich zu und sagte nur hunger? bin ja brav…und testete dieses wundervolle fleisch…ich ging zu ihm und bat ihn, die wange mal hinzuhalten, er war skeptisch und ich drückte ihm einfach nur einen langen schmatzer auf die wange, das war extrem lecker!
      Zwischen uns bildete sich ein gutes arbeitsverhältnis, so dass wenn er irgendwas brauchte, er mich nur ansprach und ich rannte los, half ihm wo ich konnte und wusste meist im voraus, was er als nächstes brauchte, bis er nur noch grinsend den kopf schüttelte. Strike! Ich hatte womöglich alle überrascht und schnell überzeugt von meinen fähigkeiten.
      Ich war es auch. Ich kann da etwas, was sich jetzt beweisen lies. Andere meinungen sind mir nicht wichtig, aber ich habe mich selbst auf die probe gestellt.
      Und bestanden.
      Sonntag morgen begann das grauen: irgendwas war da kalt an meinen füssen. Oder nass? Ich zog die beine an, da nicht. Der schlafsack lag direkt unter dem eingang, wo das regenwasser fröhlich runtertropfte und eine pfütze in mein zelt lief.
      Selbst in den schuhen war alle nass.
      Schluss! Aus! Vorbei! Ich muss hier weg.
      Ich packte und beschloss, abends noch irgendwie nach hause zu fahren.
      Leider stellte sich heraus, dass der letzte zug so früh fahren würde, dass ich das letzte und allerbeste konzert verpassen würde: fanta4 !
      Nach vielem hin und her wurde ich in den wohnwagen der orga-leiterin eingeladen da war noch ne ecke frei und eine decke gabs auch…total lieb von ihr!
      So verbrachte ich den tag mit arbeiten, sah mir kurz vorm einlass auch das gelände noch mal an…eine bisher grüne wiese hatte sich in ein grau-braunes feld aus kabeln, müll und pfützen verwandelt.
      Als helfer hatte ich überall zugang und es begann zu regnen, nicht so normal, sondern so ein sprühregen, der auch unter kaputzen und regenschirmen drang. Keine chance, meine sachen irgendwie zu trocknen.
      Also zurück ins zelt, warmarbeiten. Langsam taten die füße auch nicht mehr weh, das ziehen in den beinen war zum dauerschmerz geworden und mein rücken war komplett sauer. Egal. Mit den gedanken woanders lässt sich fast alles vergessen. Woher auch immer diese energie kam, ich nahm sie mir. Gegessen habe ich auch zwischendrin, das geniale rindfleisch vom grill mit ein wenig zuviel pfeffer, leckerer sourcreme und alles im brötchen. Unter solchen bedingungen tut es auch nicht weh, mitten in der nacht noch reste zu essen und berliner zu verdrücken! Sonst schmeckt der kaffee nicht so gut dazu…
      Gegen Mittag erscholl ein happy-birthday aus dem bandzelt, die fanta4 waren eingetrudelt und einer von ihnen hatte auch noch geburtstag. Unser koch war so aufgeregt, dass er anfing wie ein aufgeschreckter hahn rumzurennen. Er durfte seine lieblingsband bekochen! Und dann der veganer aus der band, er überraschte ihn mit einem speziell ausgesuchten gericht und das war der triumpf für unseren koch. So hab ich mich ungefähr aufgeführt, als meine band in sicht kam, freitags. Ich konnte den koch verstehen!
      Andere bands konnte ich weder erkennen noch kannte ich die namen, geschweige denn von der musik. Eins bleibt in lebhafter erinnerung: der truckfahrer von „Bullet for my Valentine“. Lustiger typ. Kam freitags morgens und fragte, ob es eier gäbe, leider nicht. Abends, während meine jungs im zelt saßen, kam er und ich plauderte kurz mit ihm, am nächsten morgen würd es eier geben- leider reiste er des nachts noch ab. Aber er fand diese aufmerksamkeit total süß und fragte nach etwas obst für die reise. Ich gab ihm welches und bot ihm sandwiches an, aber er wollte auf gar keinen fall wurst. Konnte er nicht mehr sehen, denn in deutschland kennt man wohl nichst anderes. Gelacht haben wir darüber, gewitzelt und er fand das so toll, dass er mir ein shirt versprach. So richtete ich den sandwich und wartete, leider konnte er mir auch nicht helfen, ein autogramm von meinen jungs zu bekommen…erklärte mir aber, dass das auch nur menschen seien. Er habe schon so viele bands gefahren und sagt das aus erfahrung. Madonna, rolling stones (er hat mit keith mal den abend an der bar verbracht)und andere…was für ein leben. Der kommt aus england und ist bestimmt schon mehrmals um den erdball gefahren! Ich erwähnte kurz die tour mit monty und dass es mir grad genauso geht wie tausend kreischender fans. Er veranschiedete sich mit einem großen dankeschön und einem schmatzer auf die wange. Älteren herren kann ich so was nicht abschlagen. Der könnte sicherlich ein buch schreiben. Später sah ich ihn noch an seinem truck, der ist pink und trägt die aufschrift: you rock, we roll…
      Ich meine, den schon mal gesehen zu haben!
      Was gabs noch? Ein obergeniales, aber nasses konzert der fanta4! Wir als helfer standen im konzertgraben, ganz dicht dran und sogar fotos hab ich gemacht. Die jungs waren genauso nass wie wir! Stimmung, energie und alle haben mitgesungen. Total verrückt, dass 18tausend so lang geblieben sind. Aber es hat sich gelohnt!
      Auch die bands hinter den kulissen zu sehen, die ganze arbeit mitzubekommen und einfach nur dabeisein zu dürfen….
      Dafür nehm ich auch noch mal nasse füße in kauf!
      Wir liessen alles stehn und liegen in der küche, genehmigten uns ein paar getränke, wanderten noch ins aftershowzelt doch bald holte uns die müdigkeit ein, ich bezog den wohnwagen, wanderte nur noch unter die decke…endlich auf den anderen seite schlafen, trocken und relativ dunkel, wenn auch mit dem lärm schlummerte ich bis zum wecker.
      Montag morgen war mir alles egal. Reste aufs büffet, es gab sogar rührei. Dann der schreck: es wurde eingebrochen weil die security 2std nicht anwesen war! Aber nur im bandzelt wurden kühlschränke geklaut und etwas demoliert. Langsam kamen alle noch anwesenden helfer, techniker und arbeiter bei uns durch.
      Schreck nummer zwei:
      Die sonne! Geht in deckung…das geht ja gar nich, wer wollte uns damit ärgern?
      Gegen Mittag verabschiedete ich mich mit einem lachenden und einem weinenden auge, viel gepäck und noch mehr erinnerungen.
      Die mädels halten noch durch unser zelt wird als letztes abgebaut.
      Mir auch egal. Die rückfahrt verbrachte ich fast schweigend, in erinnerung schwelgend und spürte teile meines körpers, der sich laut und schmerzhaft beschwerte über die schlechte behandlung. Aber bald würde ich in meiner wohnung verschwinden und in den nächsten tagen alles gut machen, ich kann mich nur bedanken, dass ich so viel durchhaltevermögen habe und von allen seiten enrgie schöpfen konnte um das mitmachen zu dürfen.
      Ich hab immer noch schräglage. Nach 12std schlaf in diesem wundervollen bett, kleinem frühstück und noch keinem gesprochenem wort geht’s mir ganz gut.
      Das werde ich nie vergessen.
      DANKE

      Jack is back...

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    • ...sehr persönliche wurde es dann hiermit...

      Thebosshoss aufn deichbrand.

      Unsere erste begegnung verlief still, ich sah einen von ihnen im bandzelt am tisch sitzen und mein herz setze aus. Wie ein angestochener luftballon raste ich herum…dann sah ich den nächsten beim essen sitzen, der drummer begegnete mir, als ich beim koch stand. Ich sah ihn an, er mich und ich sagte freudig Hallo und er grüßte zurück, mit dem verzweifelten blick:muss ich sie kennen? Egal. Nacheinander trudelten sie ein und die orga-leiterin war ziemlich gemein zu mir, als sie mich mit ins band-dorf nahm und wir herumlungerten…ich war so aufgeregt, ich bin fast gestorben! Natürlich dürfen wir sie nicht ansprechen, denn dort soll einigermassen ruhe herrschen, also vor kreischenden fans. Allerdings hätte ich eh keinen ton rausbekommen. Und wieder trabte der nächste aus der band an mir vorbei. Es war so schön, alle wohlauf zu sehen und ich erfuhr im vorbeigehen, dass sie erst einen tag vorher aus den usa zurückgekommen sein. Sagte der sänger zu jemandem. Nachdem ich ihm an der kaffeemschine begegnet war, ihm zugenickt und hallo gesagt hatte und er mich etwas verwirrt zurückgegrüßt hatte.
      Der für mich wichtigste mann in der band saß mit am tisch, als ich mal wieder einen blick ins bandzelt warf und dann setzte mein herz endgültig aus. Alle da. Gesund und munter. Ein halbes jahr hatte ich sie nicht live gesehen und jetzt war es soweit. Und ich hatte die möglichkeit, sie noch dichter und noch intensiver zu erleben, privat und ganz natürlich.
      GENIAL.
      Total verschreckt vor aufregung plauschte ich mit dem koch, der widerum bei dem hinweis, wer da sitzt, eine gänsehaut bekam, denn in solchen momenten wird uns immer die wichtigkeit bewusst, mit dem was wir tun, jemandem eine gute zeit zu verschaffen.
      Das ist unser ziel.
      In dem moment steht der bandleader auf, zielstrebig kommt er zum buffet und damit zu mir, ich versinke im boden, er wirft mir und dem koch einen verträumten blick zu, ich bin starr vor schreck und begrüße ihn nicht einmal…er nimmt lieber noch etwas fisch, kein gemüse- bald wäre mir ein spruch rausgefallen, aber zum glück versagte mir die stimme… er sieht verdammt gut aus.
      Ich entzog mich langsam dem werkeln in der küche, dann zog ich mich um und suchte mir einen platz an der bühne. Als helfer haben wir das privileg, im bühnengraben stehen zu dürfen, aber von dort aus sah ich irgendwie nur den kameramann und nicht die ganze band.
      Oh wir alle hatten eine menge spaß! Vor allem die jungs auf der bühne, sie sprühten nur so und steckten alle an! Bald hatte ich alles vergessen, nichts tat mehr weh, wetter war egal, wie im rausch sang und hüpfte ich, liess alles einfach nur raus und erntete dafür das allerwichtigste:
      ENERGIE.
      Wahnsinn, was die jungs damit auslösen. Seitdem fühl ich mich wie in die steckdose gefasst, so aufgeladen! Die songs waren gut abgemischt aus low voltage und ein paar coversongs waren dabei, auch gaben sie ihr bestes in der performance zu den titeln…ich bin so dankbar!
      Leider war es viel zu schnell vorbei. aber ich hatte ja noch eine chance…zurück ins bandzelt… so tratschte ich mit dem koch und lungerte herum, bis sich dann doch die ganze band einfand… wir dürfen auf gar keinen fall fotos machen, aber ich habe den anblick auch so vor augen. Mit meinem energieschub steckte ich andere an und die eine servicemaus bat mich, ihr beim tischdecke wechseln zu helfen…das war so gemein, da schickt sie mich in die höhle voller löwen!
      Ich habs überlebt und geschafft, die jungs nicht anzustarren. Als nächstes sollte ich dann die leeren teller abräumen. Danke, danke, danke! Also langsam kam ich aber über den punkt des aufgeregt seins hinweg und fand meine sicherheit wieder in dem was ich tat. Ich sprach sie sogar an, obs geschmeckt hat. Jemand kam und fragte nach dem essen von mittags, wir erwärmten etwas davon und ich durfte es hinbringen, er saß mit am tisch von den jungs. Beim servieren blickte ich kurz in die runde, als sich mein gegenüber vorbeugte und fragte, was das sei und ob er das auch bekommen könnte. Natürlich, meinte ich und bemerkte den blick von der seite…ich erwiderte den blick des bandleaders. Tief in die augen. Ein augenblick kann kurz sein. Aber auch verdammt lang!
      Ich besorgte noch eine portion und servierte umgehend, wieder dieser blick, diesmal irgendwie länger und intensiver. Sah aus, als wenn er sich fragte, kenne ich sie? Woher? Oder er guckt immer so. ich liess mir einen moment länger zeit, auch um in seine augen schauen zu können. Das ist einfach: verlangsame dein tempo und tu irgendwas eigentlich unsinniges. Freundliches gesicht, aber nicht unbedingt ein schiefes lächeln, selbst meine frisur war egal! Dennoch denke ich, dass diese äußerlichkeiten es waren, die ihn zum überlagen brachten. Ich habe nicht erwartet, dass er sich an mich erinnert, schliesslich gibt es nur ein gemeinsames foto von hunderten, die er uns erlaubt zu machen, von dem kontakt im internet mal ganz zu schweigen, denn da hat er so viele, dass ich mit sicherheit untergehe. Schluss mit rätseln, weiter in der geschichte. Erneut bat mich meine kollegin ihr bei der kaffeemaschine zu helfen, so hatte ich mich hingekniet und mit dem blick durch die palme konnte ich ihn endlich anstarren. Dabei sah ich, dass er eine zigarre, nein eher einen zigarillo anhatte. Da überlegte ich, das sei doch ein nichtraucherzelt? Und meine kollegin brauchte so lang….schon entstand ein wenig asche und es fiel mir wie ein stein vom berg ein…er aschte auf dem boden, völlig ungeniert. Endlich waren wir fertig, ich verschwand kurz nach draussen und kam zurück mit einem sauberen, trockenen aschenbecher. Entschuldigte mich kurz bei ihm, da er sich unterhielt, sah ihn direkt an und stellte den ascher vor ihm auf den tisch.
      RRRRUMMS.
      So dicht dran. Unantastbar. Er sah mich ebenfalls an und bedankte sich, das sei sehr aufmerksam. Mehr als ein bitteschön bekam ich nicht heraus. Energie floß pur in diesem blick. Mehr als drei sekunden hat das nicht gedauert.
      Ich schwamm auf irgendeiner wolke dahin, räumte hier was ab, brachte dort was hin…ohne aufdringlich zu sein oder zu nerven. Einfach nur im blickwinkel bleiben und da zu sein, wenn etwas gebraucht wurde. Leider verschwand er bald und fast alle anderen auch, aber es blieben ein paar sachen liegen, die ich einsammelte. Könnte sich ja eine chance ergeben, die noch hinzubringen…doch sie wurden abgeholt, nachdem ich in ruhe ein foto von der jacke überm stuhl gemacht hatte…der drummer kam persönlich und ich übergab ihm die jacke und die cd’s, ich bedankte mich für den auftritt, er freute sich und weg war er. Ich hatte die chance genutzt, als i ch mit den sachen allein war und hab einen brief an die band reingeshcmuggelt…
      Ein weiterer von den jungs kam und wollte meiner kollegin das feuerzeug zurückgeben, allerdings war es das erste von den zweien, das sie ihm geliehen hatte. Ich fands die allerbeste anmache…der blick dazu und das breite grinsen…
      Wenn ich dran denke, fühl ich mich wie ein kreischender teenie.
      Die nacht mag kurz gewesen sein, hell wegen der scheinwerfer und laut von den bühnen, aber ich bemerkte davon nichts. Todmüde, zufrieden und total platt schlief ich ein paar stunden. Keine aftershowparty und keine einladung ins vip-zelt konnten meine erinnerungen noch aufwerten. Ich weiss auch nicht, wann die jungs abgereist sind, denn ich hatte schon mehr bekommen, als ich mir erträumt hatte!

      Jack is back...
    • TheBossHoss TourDates2012

      Event: TOUR 2012
      09/03/12 THE BOSSHOSS in Oberhausen Turbinenhalle DE
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      10/03/12 THE BOSSHOSS in Leipzig Haus Auensee DE
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      15/03/12 THE BOSSHOSS in Zürich Volkhaus CH
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      16/03/12 THE BOSSHOSS in München Zenith DE
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      17/03/12 THE BOSSHOSS in Wien Gasometer AT
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      23/03/12 THE BOSSHOSS in Hamburg Sporthalle DE
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      24/03/12 THE BOSSHOSS in Berlin Max-Schmeling-Halle DE
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      30/03/12 THE BOSSHOSS in Stuttgart Schleyer-Halle DE
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      31/03/12 THE BOSSHOSS in Offenbach Stadthalle DE
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      Dates Archive

      Jack is back...
    • Wow, was für ein Erlebnis! Ich kann gut verstehen, daß man da komplett durch den Wind ist! Danke fürs posten!



      Me? I'm just passing through.


      We are the Borg.
      Lower your shields and surrender your ships. Strength is irrelevant. Resistance is futile. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us.
      Resistance is NEVER futile.

      And what's hell ... without a little fire.

      You are being watched.
      The government has a secret system, a machine that spies on you every hour of every day.
      I know because I built it.
      I designed the machine to detect acts of terror but it sees everything. Violent crimes involving ordinary people, people like you. Crimes the government considered "irrelevant."
      They wouldn't act, so I decided I would. But I needed a partner, someone with the skills to intervene.
      Hunted by the authorities, we work in secret.
      You'll never find us, but victim or perpetrator, if your number's up... we'll find *you*.
    • :smilie[218]

      danke, hope!
      durch den wind ist kein ausdruck. ich fliege nur so dahin von der ganzen energie!
      ich hoffe, dass ich es den jungs von bosshoss irgendwann mal sagen kann.
      die haben ganz schön was angerichtet...
      denn ohne die hätte ich keinen grund gehabt, da hin zu fahren!
      ich wäre auch nie auf die idee gekommen und hätt den mut gehabt, nach köln zu vin zu fahren.
      alle zusammen haben mich so verändert, mir kraft gegeben und zum weitermachen aufgefordert.
      jeder von uns hat einen schutzengel, auch wenn wir manchmal eine person dazu auserwählen, damit es ein gesicht hat wird er immer andere formen haben...

      Jack is back...
    • Jack, dein Bericht war echt klasse, ich musste so grinsen, bei dem Gedanken, das du wie ein verliebter Teene herum gelaufen bist..., aber ich kann mich gut an das Gefühl erinnern und das war sicher toll...
      danke für die erinnerung :D *love*
      Man nehme:

      ganz viel liebes und nettes, ein bisschen zickiges und launisches, mische es mit etwas Verrücktheit und Spaß, füge noch Spontanität und Humor hinzu und runde das Ganze mit Charme und Frechheit ab. Und siehe da: FERTIG BIN ICH!



      Eine neue Geschichte nimmt ihren Anfang - Black Out - All cats are grey by night.

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